Umweltschutz und Nachhaltigkeit liegen uns am Herzen

Innerhalb der Arbeiterwohlfahrt engagiert sich der Bezirksverband Pfalz in besonderem Maße im Bereich Nachhaltigkeit und klimafreundlichem Handeln. Die AWO Pfalz ist seit 2019 EMAS zertifiziert. Seit März 2021 ist Sabine Rothaug als Regionalkoordinatorin im bundesweiten Projekt „klimafreundlich pflegen" bei der AWO Pfalz fest angestellt. Die 17 Ziele zur Nachhaltigkeit der UN werden von der AWO unterstützt - #WIRARBEITEN DRAN.

„Die AWO Pfalz ist seit 2019 nach dem Umweltmanagement-System EMAS zertifiziert. Die CO2-Fußabdrücke wurden für alle stationären Einrichtungen ermittelt. Insbesondere diese stationären Einrichtungen stellen ein interdisziplinäres Umweltteam auf. Die Vertreterinnen und Vertreter von Verwaltung, Haustechnik, Küche, Wäscherei und Pflege entwickeln gemeinsam mögliche Maßnahmen. Dazu zählt zum Beispiel die Umstellung der Einmalhandtücher auf Recycling Material und die Optimierung der Mülltrennung. Die Umsetzung der Maßnahmen evaluieren die einzelnen Einrichtungen gemeinsam mit dem Umweltteam. Im Rahmen eines Strategieplanungsgesprächs mit der Geschäftsführung der AWO Pfalz besprechen sie, inwiefern die Einrichtungen gesteckte Umweltziele erreicht haben und neue Ziele definiert werden müssen.“

In den Einrichtungen vor Ort wurde bereits viel umgesetzt:

  • Umstellung auf Recyclingmaterial bei Verbrauchsgütern und Hygieneartikeln
  • Optimierung Reinigungsprodukte
  • Optimierung Desinfektionsmitteleinsatz und Schutzausrüstung
  • Optimierung Müllentsorgung
  • Energieeinsparung (z.B. Umstellung auf LED, Bewegungsmelder usw.)
  • Reduzierung Müll (z.B. Umstellung Einwegverpackung auf Porzellan bei Essen auf Rädern, Verpackungsvermeidung, Umstellung auf Sprudler usw.)
  • Reduzierung von Nassmüll (z.B. genaue Essensplanung durch Abfrage, Schöpfschulung für Mitarbeiter usw.)
  • Reduzierung CO2 Ausstoß (z.B. Reduzierung von Fleisch, Umstellung E-Autos, Tourenplanung usw.)
  • Einsparung Wasser (z.B. Zisterne, Auffangbecken etc.)
  • Eigenproduktion (z.B. Brot) und regionaler Einkauf
  • Reduzierung Papier (zertifiziertes Papier, digitale Ablage etc.)
  • Reduzierung Mitarbeiterfahrten (z.B. Jobticket, genaue Tourenplanung usw.)
  • Nachhaltigeitsprojekte (z.B. Lebensraumschaffung für Insekten durch Bepflanzung, Bewirtschaftung, kein Farbdruck usw.)

 

Klimafreundlich pflegen in den Einrichtungen vor Ort

Innerhalb der Arbeiterwohlfahrt engagiert sich der Bezirksverband Pfalz in besonderem Maße im Bereich Nachhaltigkeit und klimafreundlichem Handeln. Seit März 2021 zeigt sich das auch mit der neu besetzten Stelle einer Regionalkoordinatorin im bundesweiten Projekt „klimafreundlich pflegen - überall“.

„klimafreundlich pflegen - überall“ ist das auf drei Jahre angelegte Nachfolgeprojekt des von 2018 bis 2020 durch den AWO Bundesverband durchgeführten Projekts „klimafreundlich pflegen“. Dabei haben bundesweit 40 stationäre Einrichtungen der AWO ihrenCO2-Fußabdruck ermittelt. Dieser ist das Ergebnis einer Emissionsberechnung bzw. CO2-Bilanz und gibt an, welche Menge von Treibhausgasen durch eine Aktivität, einen Prozess oder eine Handlung freigesetzt wird. Die anhand der Ergebnisse abgeleiteten Maßnahmen zeigen den einzelnen Einrichtungen auf, wie sie klimafreundlicher agieren können.

Die umgesetzten Maßnahmen reichten von einer verbesserten Mülltrennung über die Umstellung auf LED-Beleuchtung bis hin zur Umrüstung auf eine Pellet-Heizung. Die größte Stellschraube zur Reduktion des CO2 Ausstoßes ergab sich im Bereich der Verpflegung. Die Minimierung von Speiseabfällen dank genauer Mengenplanung sowie einer frischeren, regionaleren und saisonalen Küche, mit weniger Fleisch, zeigte positive Effekte: eine geringere CO2  Bilanz und gleichzeitig eine Steigerung der Qualität in puncto Ernährung.

Für das Projekt wurden zusätzlich zu den zwei Stellen im Bundesverband bundesweit fünf Regionalkoordinator*innen eingestellt, die neben Einrichtungen ihres Landes- oder Bezirksverbandes auch Einrichtungen der benachbarten Regionen betreuen, für die AWO Pfalz ist das Sabine Rothaug. Sowohl Mitarbeitende als auch Bewohner*innen und deren Angehörige sollen dazu motiviert werden, Klimaschutz langfristig im Alltag zu integrieren. Am Ende des Projekts wird eine Erfolgskontrolle aufzeigen, welche Maßnahmen effektiv sind, wie viel klimaschädliche Emissionen sie einsparen und ob sie auch wirtschaftlich lohnenswert sind.
 

#Wir arbeiten dran

 

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen verpflichtet alle Staaten der Welt dazu, den Hunger zu beenden, allen ein gesundes Leben zu ermöglichen, menschenwürdige Arbeit zu fördern und dem Klimawandel entgegenzutreten. Als Arbeiterwohlfahrt streiten wir seit jeher für eine solidarische und gerechte Gesellschaft und sind fest mit dem Gedanken der internationalen Solidarität verbunden. Deshalb unterstützen wir die Verwirklichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung politisch und im Verband. Mit unserer Arbeit tragen wir zum sozialen und ökologischen Wandel bei.

Die Arbeiterwohlfahrt fühlt sich durch ihre Grundwerte dem Klimaschutz verpflichtet. Das Pariser Klimaabkommen hat sich das globale Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf "deutlich unter" zwei Grad Celsius zu senken, wünschenswert sind 1,5 Grad Celsius. Der AWO ist es ein wichtiges Anliegen, hier einen wertvollen Beitrag zu leisten. Bis 2050 soll in den stationären Einrichtungen der CO2 Ausstoß pro Bewohner*in pro Jahr von momentan rund acht Tonnen auf eine Tonne gesenkt werden. Das Projekt „klimafreundlich pflegen überall“ unterstützt die Einrichtungen dabei, eine stetige Entwicklung hin zur Erreichung dieses Ziels zu nehmen.

Die fünf Grundwerte der AWO - Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz – zeigen viele Überschneidungen mit den 17 Zielen zur Nachhaltigkeit.

Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind dabei eng miteinander verzahnt. Insbesondere die Einkommensschwachen werden unter den Folgen der Klimaerwärmung leiden, unter Wasser- und Lebensmittelknappheit, unter Flut und Starkwetterereignisse. Einerseits werden insbesondere die Entwicklungs- und Schwellenländer durch den Meeresspiegelanstieg und vermehrte Starkwetterereignisse betroffen sein. Menschen in diesen Ländern haben oft nicht die finanziellen Möglichkeiten sich vor derartigen Ereignissen zu schützen oder ihre Häuser wieder aufzubauen. Andererseits kann es weltweit und auch bei uns zu Wasser- und Lebensmittelknappheit und somit zu deutlich höheren Preisen für diese Güter kommen, sodass es insbesondere für sozial Schwächere schwierig werden kann ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen.

Konkret setzt sich die AWO unter anderem für Inklusion und gegen Rassismus ein. Insbesondere diese Werte gewinnen mit zunehmender Erwärmung des Klimas weiter an Bedeutung. Teile der Erde werden aufgrund der Klimaerwärmung unbewohnbar, sodass einige Bevölkerungsgruppen in andere Landesteile umsiedeln und dort erfolgreich integriert werden müssen. Selbst wenn wir es schaffen sollten die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen werden viele Menschen betroffen sein.

Solidarität und Toleranz sind somit einerseits Grundpfeiler, um die Erwärmung des Klimas zu stoppen, andererseits um die bereits heute spürbaren Konsequenzen global vernetzt sowie gemeinsam zu meistern und somit Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit für die Weltbevölkerung zu sichern.

Mehr Infos unter www.wirarbeitendran.org