Wenn man pflegedürftige Angehörige hat oder selbst pflegebedürftig ist, muss man sich auf die Qualität der angebotenen Pflege verlassen können, bevor man sie annimmt. Ein Hilfsmittel bei der Suche nach dem richtigen Pflegeheim sind die Pflegenoten des MDK, oft auch als Pflege-TÜV bekannt. Allgemeineres zum Thema Bewertungen von Pflegeheimen können Sie hier nachlesen.

Was ist der Pflege-TÜV?

Es gibt verschiedene Zertifizierungen und Prüfungen von Pflegeanbietern durch Dritte. Wenn Sie dem Begriff „Pflege-TÜV“ in den Medien begegnen, sind damit jedoch meist die Pflegenoten des MDK, dem Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, gemeint. Der MDK überprüft regelmäßig Seniorenhäuser und ambulante Pflegedienste und veröffentlicht die Ergebnisse dieser Qualitätskontrolle in einem Transparenzbericht.

Unterschiedliche Kriterien bei der Bewertung von ambulanter und stationärer Pflege

Die Kriterien, nach der die Pflegenoten des MDK vergeben werden, unterscheiden sich je nachdem, ob es sich um stationäre Pflege oder ambulante Pflege handelt. In beiden Fällen werden verschiedene Bereiche benotet, aus denen eine Gesamtnote entsteht. Bei stationären Pflegeheimen gibt es insgesamt fünf Bereiche, die bewertet werden, bei der ambulanten Pflegedienst insgesamt vier. Lediglich der „Medizinische-pflegerische Bereich“, auf dem auch der Schwerpunkt der Bewertung liegt, und die „Befragung“ sind in beiden Fällen zu finden.

Die Kriterien bei stationärer Pflege

Die Kriterien, nach denen die stationäre Pflege bewertet wird, teilen sich in fünf Bereiche auf. Nur die Kriterien der ersten vier Bereiche sind für das Gesamtergebnis der Pflegenoten relevant. Der 5. Bereich, die Befragung der Bewohner, wird zwar im Bericht gesondert ausgewiesen, fließt aber nicht direkt in die Pflegenote ein. Für jedes Kriterium der ersten vier Bereiche wird eine Note zwischen 0 und 10 vergeben (wobei 10 der Höchstwert ist). Diese Noten werden für jeden Bereich zusammengerechnet. Aus dem Durchschnitt ergibt sich die Note für den gesamten Bereich erstellt. Aus dem Durchschnitt dieser Noten wiederum ergibt sich dann die Gesamtpflegenote.

Die 5 Bereiche der Pflegenoten

  1. Pflege und medizinische Versorgung: 35 Kriterien
  2. Umgang mit demenzkranken Bewohnern: 10 Kriterien
  3. Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung: 10 Kriterien
  4. Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene: 9 Kriterien
  5. Befragung der Bewohner : 18 Kriterien

Änderungen in Sicht

Vielleicht haben Sie bereits gehört, dass der Pflege-TÜV abgeschafft werden soll. Statt dem Schulnotensystem, das bisher herrscht, sollen vier Bewertungsstufen angewandt werden, von „keine oder geringe Qualitätsdefizite“ bis „schwerwiegende Qualitätsdefizite“. Dabei werden die Seniorenhäuser unter anderem nach der Unterstützung bei Mobilität, Essen, Trinken oder Medikamenteneinnahmen, dem Schmerzmanagement und Hilfen bei der Körperpflege bewertet. Bereits 2015 wurden durch den Gesetzgeber veranlasst, dass bis März 2017 ein neues Prüfverfahren entwickelt werden solle. Es gab jedoch einige Verzögerungen. Voraussichtlich werden die ersten Prüfungen nach dem neuen Qualitätssystem Ende 2019 beginnen, 2020 die ersten Ergebnisse dazu veröffentlicht.

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