Spendenaufruf für die Katastrophe in Nepal
AWO International bietet Hilfe direkt vor Ort und braucht Ihre Unterstützung
Das schwere Erdbeben in Nepal hat verheerende Schäden angerichtet: Die Behörden gehen bisher von mehr als 4.400 Toten und 8.000 Verletzten allein in Nepal aus, und die Helfer finden immer mehr Menschen unter den Trümmern. In mehr als 10 Distrikten wurde bereits der Notstand ausgerufen. Unzählige Häuser und historische Stätten sind zerstört, und es fehlt an allen nötigen Ressourcen für die Rettung. Schnelle Hilfe ist dringend erforderlich!
AWO International Büroleiter Felix Neuhaus, seine Familie und sein gesamtes Team im Büro in Lalitpur (Kathmandu) sind den Umständen entsprechend wohlauf und wurden nicht verletzt. Das Büro ist glücklicherweise kaum beschädigt. Aber es gibt kein Wasser, keinen Strom, kaum Diesel und Benzin, gestern fiel auch die Solaranlage aus. Internet und Telefon funktionieren nur zeitweise. Aus Angst vor Nachbeben übernachten tausende Menschen trotz Regen und Kälte im Freien. Es fehlt an sanitären Anlagen. Die Hygiene stellt ein riesiges Problem dar.
Die Menschen in Nepal fühlen sich allein gelassen, es gibt keine Informationen, kaum koordinierte Unterstützung von staatlicher Seite. Die Bevölkerung organisiert sich größtenteils selbst. D.h. sie errichten gemeinsam Schutzplanen und kochen zusammen. Aber auch die Nahrungsmittel werden knapp und die Preise steigen. So kommt es bereits zu ersten Auseinandersetzungen vor den wenigen offenen Geschäften. Die Angst greift um sich, dass es zu Plünderungen und Diebstählen kommt.
„Die Krankenhäuser sind komplett überlastet. Es gibt Gesundheitsfreiwillige, die durch die Straßen gehen mit kleinen Köfferchen. Ich habe gestern einen Rundgang gemacht und mit einigen dieser Freiwilligen gesprochen. Die haben Paracetamol, Schmerzmittel dabei und leichte Verbandsstoffe, aber nicht mal Antibiotika, und wir fürchten, auch durch den Regen jetzt, dass es zu wasserbasierten Krankheiten kommt. Die Trinkwasserversorgung ist auch nicht geregelt, zumindest in vielen Teilen des Landes, sodass es dadurch jetzt auch zu Epidemien kommen könnte“ berichtet Felix Neuhaus im Deutschlandfunk.
„Besonders schlimm ist die Situation in den Dörfern im Distrikt Gorkha und in weiteren neun stark betroffenen Distrikten, wo bis zu hundert Prozent der gesamten Bausubstanz zusammengefallen ist und die Leute einfach ohne Schutz jetzt die Nächte überstehen müssen“. Büroleiter Felix Neuhaus und sein Team konzentrieren sich deshalb auf die ländlichen Gebiete in den Distrikten Gorkha, Lamjung und Sindhupalchok und bereiten gemeinsam mit zwei nepalesischen Nichtregierungsorganisationen die ersten Hilfsmaßnahmen vor, die sich angesichts der zusammengebrochenen Infrastruktur schwierig gestalten.
Die Menschen in Nepal sind dringend auf Hilfe angewiesen! AWO International ruft gemeinsam mit dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft zu Spenden für die Betroffenen auf.
Die AWO Pfalz hat ein Spendenkonto eröffnet und bereits mit 500 Euro befüllt. Wir bitten um zahlreiche Spenden für die Menschen in der Krisenregion.
Spendenkonto:
IBAN DE54 5502 0500 0006 7927 00
BIC BFSWDE33MNZ
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: NEPAL
