Sozialstation Lambrecht der AWO hilft seit 20 Jahren

Damit ältere Menschen zuhause leben können: 26 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter bieten Pflege, unterstützen im Haushalt und liefern Essen

Petra Rapp, die Direktorin der AWO Sozialstation Lambrecht, begrüßt die Gäste an der Jubiläumsfeier
Der neue Renault Kangoo wird feierlich von Frau Assel und Herrn Hisgen (Sparkasse Rhein-Haardt) an Petra Rapp und den Vorsitzenden Klaus Stalter übergeben.

LAMBRECHT. Jubiläum bei der AWO: Seit 20 Jahren gibt es in Lambrecht die
Sozialstation der AWO. Viele Menschen in und um Lambrecht haben in
dieser Zeit von den Angeboten profitiert. Die Helferinnen und Helfer
kommen zu ihren Kunden nach Hause. „Wir bieten unseren Kunden genau
die Hilfen an, die nötig sind, damit auch ältere Menschen noch gut und
selbstbestimmt zuhause leben können“, sagt Petra Rapp, die langjährige
Leiterin der Sozialstation.

Dabei gibt es viel zu tun. Derzeit werden im Lambrechter Tal, in und um
Neustadt rund 80 Personen daheim betreut, zuverlässig an 365 Tagen im
Jahr. Außerdem bekommen 120 Kunden vom AWO-Team ein warmes Essen
auf Rädern gebracht, und zwar an sieben Tagen pro Woche. 162.000
Kilometer legt die Sozialstation der AWO pro Jahr zurück. Das AWOMittagessen,
das im AWO-Seniorenhaus „Lambrechter Tal“ täglich frisch
zubereitet wird, erhalten auch drei Kindergärten.


In den zurückliegenden 20 Jahren hat die Sozialstation sich und ihr Angebot
stetig weiter entwickelt. Bei der Gründung 1994 hieß der Dienst noch
„Mobile Soziale Dienste“, kurz MSD. Erst seit 2012 gibt es den heutigen
Namen „Sozialstation Lambrecht der AWO Pfalz“. Über die Jahre sind neue
Bereiche hinzugekommen. Heute bietet das AWO-Team neben
professioneller Pflege und hauswirtschaftlichen Leistungen auch spezielle
Kinderkrankenpflege sowie umfassende Beratung rund um pflegerische
Fragen. Dazu gehören auch Themen wie Demenz, Diabetes und Palliative Care, also die Pflege von unheilbar Kranken, Schwerstkranken und
Sterbenden.


Verstärkt hat die AWO ihre Angebote für Familien, die einen Pflegefall
zuhause betreuen: „Wer rund um die Uhr eine solche Aufgabe bewältigt,
braucht Unterstützung und Entlastung“, erklärt Petra Rapp. Das können
neben den Pflege-Profis der Sozialstation auch gelegentlich Ehrenamtliche
sein. Dafür hat das AWO-Team das Projekt „Zeitschenker“ gestartet:
Ehrenamtliche Betreuer beschäftigen sich mit einem Demenz-Patienten,
damit die pflegenden Angehörigen ein wenig Ruhe finden oder das Haus
verlassen können, um Dinge zu erledigen.


Die Sozialstation wurde 2007 zusätzlich zum Träger der örtlichen Beratungsund
Koordinierungsstelle, im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz. Später
wurde diese zum Pflegestützpunkt gewandelt, auch die gesetzliche
Krankenkasse ist seither mit eingebunden. Bis ins Jahr 2010 war die
Sozialstation im AWO-Seniorenhaus „Lambrechter Tal“ in der
Klostergartenstraße, dann zog sie in das benachbarte Mehrgenerationenhaus
am Friedrich-Ebert-Platz um.


Die Lambrechter Sozialstation und ihr Team arbeiten fachlich sehr gut, das ist
in den letzten Jahren mehrfach festgestellt worden. Der Medizinische Dienst
der Krankenkassen (MDK) vergab bei seiner jüngsten Prüfung im Jahr 2013
die Note 1,0. Im Jahr 2013 bekam die Sozialstation Lambrecht außerdem die
ganz neu geschaffene „1a“-Zertifizierung für ambulante Dienste des Verlags
„Markt intern“. Diese basiert auf einer ausführlichen Befragung von Kunden
und Mitarbeitern.

Am Freitag, 14. November, begeht die AWO das 20-jährige Bestehen der
Sozialstation. An diesem Tag gibt es Geschenke für die Einrichtung, welche
auch den Menschen im Tal zugutekommen werden: So wird ein neues
Fahrzeug in Betrieb genommen, mit dem die AWO künftig auf einer weiteren
Route ihre warmen Mahlzeiten verteilen kann. Diesen Renault Kangoo hat
die Sparkasse Rhein-Haardt mit 8000 Euro gefördert. Außerdem finanziert
die AWO Pfalz anlässlich des Jubiläums einen Defibrillator für die
Sozialstation. Mit diesem Gerät können auch Laien aktiv werden und den
plötzlichen Herztod bei Lambrechter Bürgerinnen und Bürgern verhindern.