70 Jahre Arbeiterwohlfahrt Stadtkeisverband Ludwigshafen (AWO) – Festrede hält der stv. AWO Bezirksvorsitzende Pfalz Bürgermeister Wilhelm Zeiser i. R.

AWO Ludwigshafen:
Die soziale Arbeit der Arbeiterwohlfahrt Stadtkreisverband Ludwigshafen wird gebraucht, da es notwendig ist täglich den Finger in die sozialen Wunden zu legen um deutlich zu machen, dass es in unserem Lande täglich unmenschlicher und kälter zugeht so der AWO Stadtkreisvorsitzende Holger Scharff bei der Geburtstagsfeier 70 Jahre  AWO Stadtkreisverband Ludwigshafen.

In seiner Begrüßung befasste sich der AWO Stadtkreisvorsitzende Holger Scharff weiter mit dem Thema Kinderarmut und der AFD.

Kinderarmut ist kein Thema mit dem sich die CDU bisher beschäftigt hat. Die zuständige Dezernentin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg ist seit über einem dreiviertel Jahr durch den Jugendhilfeausschuss beauftragt zu diesem Thema einen Bericht vorzulegen. Bis kurz vor den Sommerferien 2016 war damit noch nicht einmal begonnen. Die AWO beschäftigt sich mit diesem Thema schon immer und macht auch immer deutlich, dass Kinderarmut durch arme Eltern kommt und hier muss die Hilfe ansetzen. Die Regelsätze im Sozialbereich sind einfach zu gering um menschenwürdig und anständig leben zu können so Scharff.

Zur AFD stellte Scharff fest, diese Partei benötigen wir nicht. Die AFD ist eine Partei die am rechten Rand ihre Zustimmung holt und dies muss mit ganzer Kraft bekämpft werden. Die AFD ist keine Partei, die sich um arme Menschen kümmert, sondern nur versucht diese vor ihren politischen Karren zu spannen.

Viele Gäste konnte Stadtkreisvorsitzender Holger Scharff begrüßen. So die Landtagsabgeordneten Heike Scharfenberger und Anke Simon. Bürgermeister Wolfgang van Vliet, Beigeordneter und Kämmerer Dieter Feid, Ortsvorsteher Antonio Priolo, SPD Stadtverbandsvorsitzender David Schneider und zahlreiche Mitglieder des Stadtrates Die Geschäftsführung des Bezirksverbandes Pfalz war durch den Geschäftsführer Markus Broeckmann vertreten. Ebenso vertreten war die Ludwigshafener Integrationsbeauftragte Hannele Jalonen und weitere Vertreter / Innen benachbarter AWO Gliederungen.

Der SPD Fraktionssprecher Maudach Wolfgang Emig dankte in seinem Grußwort für die Arbeit der AWO und übergab ein Süßigkeiten Präsent an den AWO Jugendtreff.

Der stellvertretende AWO Bezirksvorsitzende Pfalz Bürgermeister Wilhelm Zeiser i. R. ging in seiner Rede ein auf die zurückliegenden 70 Jahre des AWO Stadtkreisverbandes Ludwigshafen am Rhein. Er zeichnete die Anfänge der AWO nach dem Ersten Weltkrieg. Hier versuchte die AWO mit Aufenthalte in Walderholungshäusern die Kinder wieder gesund zu ernähren. Die AWO wurde nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten verboten und gründete sich dann 1946 wieder. Die Schwerpunkte der Arbeit lagen schon immer in der Unterstützung der Schwächeren und Armen im Lande. So fand im Jahre 1946 und in den folgenden Jahren eine Schulspeisung durch die AWO statt.

Zeiser ging in seiner Rede auch auf die BASF Explosionskatastrophe ein. Hier besuchten AWO Helferinnen und Helfer Verletzte im Krankenhaus und halfen den Hinterbliebenen.

Mit dem Zuzug vieler ausländischer Arbeitnehmer / Innen begann dann die Arbeit in der Migrationsberatung. Bis heute wurde gerade dieser Bereich zu einem Servicebereich für alle Migranten und nun auch für Flüchtlinge und Asylbewerber ausgebaut. Mit drei funktionierenden Ortsvereinen Gartenstadt, Maudach und Ruchheim bietet die AWO als weitere Angebote die Seniorenarbeit, Kleiderkammer und einen Jugendtreff sowie weitere Jugendarbeit wie z.B. die Hausaufgabenhilfe in Maudach.

Wilhelm Zeiser dankte in seiner Rede den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die man viele Bereiche der Arbeit gar nicht leisten könnte.

Umrahmt wurde die Veranstaltung mit drei Gesangsdarbietungen von Ayleen Meyerer.

Bild vlnr:
AWO Stadtkreisvorsitzender Holger Scharff
Stv. AWO Stadtkreisvorsitzende Helga Windecker
Stv. AWO Bezirksvorsitzender Pfalz Bgm. Wilhelm Zeiser i.R.