Wird für Demenz eine Pflegestufe vergeben?

Senioren, die ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können und dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen sind, haben u.a. Anspruch auf eine Pflegestufe. Auch können Menschen mit Demenz einer Pflegestufe zugeordnet werden oder erhalten Leistungen aus der Pflegekasse, selbst wenn ihnen keine Pflegebedürftigkeit bescheinigt wurde.

Eingeschränkte Alltagskompetenz ohne Pflegestufe

Der Hilfe- und Unterstützungsbedarf von demenzerkrankten Menschen ist selten auf den ersten Blick erkennbar. Oft haben sie wenige oder keine körperlichen Einschränkungen, weswegen sie im Anfangsstadium der Krankheit häufig in keine der drei Pflegestufen eingeteilt werden können. Nichtsdestotrotz brauchen diese Personen aufgrund der krankheitsbedingten Bedürftigkeit Hilfe. Obwohl es für Demenz keine Pflegestufe im Speziellen gibt, kann Menschen mit dieser Krankheit vom MDK eine eingeschränkte Alltagskompetenz bescheinigt werden. In diesem Fall hat der Betroffene, auch ohne Pflegestufe,  Anspruch auf bis zu 123 Euro Pflegegeld oder 231 Euro Sachleistung im Monat.

Eingeschränkte Alltagskompetenz mit Pflegestufe in der häuslichen Pflege

Wird neben der eingeschränkten Alltagskompetenz auch eine weitere Pflegebedürftigkeit festgestellt, kann der Betroffene abhängig von der Einstufung zusätzliche Leistungen erhalten. Bei Menschen mit Demenz, denen die Pflegestufe I bis II bescheinigt wurden, erhöhen sich die Sach- und Pflegeleistungen in Höhe von 72 bis 232 Euro im Monat. In der Pflegestufe III fallen die Leistungen jedoch in der gleichen Höhe wie für Pflegebedürftige ohne eingeschränkte Alltagskompetenz aus (728 € Pflegegeld bzw. 1.612 Euro Sachleistung pro Monat).

Pflegegeld* pro Monat

Sachleistung** pro Monat

Pflegestufe I

316 € (statt 244 €)

689 € (statt 468 €)

Pflegestufe II

545 € (statt 458 €)

1.298 € (statt 1.144 €)

Pflegestufe III

728 €

1.612 €

Zusatz: Die angegebenen Leistungssätze sind gültig ab 2015. Diese Angaben sind ohne Gewähr.
* Häusliche Pflege durch freiwillige Helfer, Freunden- oder Bekanntenkreis
** Häusliche Pflege durch Pflegefachpersonal

Weitere Informationen

Eine häusliche Pflege ermöglicht der an Demenz erkrankten Person weiterhin in den eigenen vier Wänden zu leben. Die Betreuung kann durch Angehörige oder Bekannte, aber auch durch einen ambulanten Pflegedienst erfolgen. Ebenso werden Menschen, die an Demenz leiden und kurzfristig Hilfe benötigen, im Rahmen einer Kurzzeitpflege oder Tagespflege von der AWO Pfalz betreut. Wir sind mit unseren vielfältigen Angeboten in jeder Lebenslage für Sie da. Bei fortgeschrittener Krankheit ist eine stationäre Pflege meistens unumgänglich. Das umfangreiche Betreuungsangebot der AWO Pfalz ist speziell auf Demenzerkrankungen ausgerichtet, welches von kompetenten Pflegefachkräften mit Einfühlungsvermögen täglich umgesetzt wird.
Unser Ziel ist es, den an Demenz erkrankten Menschen, ein Höchstmaß an Lebensqualität in unseren Seniorenhäusern zu bieten sowie deren Angehörige bestmöglich zu unterstützen sowie zu beraten.

Falls Sie mehr Informationen zu unseren Altenheimen und der Betreuung von an Demenz erkrankten Personen wünschen, bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer individuellen Beratung. Rufen Sie uns unter 0 63 21/39 23 – 0 an oder senden Sie eine Nachricht an info@diesenTeil-entfernen.awo-pfalz.de. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! 

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